Maßarbeit auf engstem Raum: Spesa führte Pfahlgründung für Märkisches Museum in Berlin aus
- Umfangreiche Sanierung des Märkischen Museums Berlin seit 2024
- Pfahlgründung im Kellergeschoss zur Stabilisierung des Bauwerks
- Beengte Arbeitsverhältnisse im Keller
Berlin – Mauerwerk aus roten Ziegeln, gotische Giebel und ein weithin sichtbarer, markanter Turm: Schon bei seiner Eröffnung im Jahr 1908 setzte das Märkische Museum architektonisch Maßstäbe. Als hochmodernes Museum konzipiert, sollte der historisierende Bau auf einzigartige Weise die regionalen Baustile verschiedener Epochen veranschaulichen. Zugleich war es eines der ersten Gebäude weltweit, das eigens als Stadtmuseum errichtet wurde – ein außergewöhnliches Bauwerk mit einer langen und ereignisreichen Geschichte.
Umfangreiche Sanierung
Seit 2024 wird das Märkische Museum im Berliner Bezirk Mitte umfassend saniert und modernisiert. Im Mittelpunkt stehen neben der Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung, der barrierefreien Erschließung und der Anpassung der Ausstellungsflächen insbesondere der Brandschutz und die Instandsetzung der historischen Bausubstanz. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Gründung des Gebäudes, die infolge von Grundwasserabsenkungen in den 1940er und 1960er Jahren beeinträchtigt wurde. Ein aktuelles Baugrundgutachten legte deshalb eine Sanierung und Abdichtung der bestehenden Gründung nahe.
Ein stabiles Fundament
Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH beauftragte die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH mit der Ausführung der Pfahlgründung im Kellergeschoss. „Insgesamt wurden 195 Pfähle mit einer Länge von bis zu 10 m eingebracht“, erklärt Silvio Stadach, Projektleiter bei Spesa. Zum Einsatz kamen Selbstbohranker des Typs Ischebeck TITAN mit den Durchmessern 40/16, 52/26 und 73/53. Die Besonderheit dieses Systems: Die Anker dienen zugleich als Bohrgestänge, Injektionsleitung und Verankerung. Dadurch entfällt eine separate Verrohrung des Bohrlochs – das spart Zeit und Kosten.
Arbeiten auf engstem Raum
„Die größte Herausforderung bestand in der beengten Arbeitssituation im Keller mit einer maximalen Raumhöhe von nur 2,6 m“, so Silvio Stadach weiter. „Teilweise musste der Einbau mit Handlafetten erfolgen, da nicht alle Räume für das Bohrgerät zugänglich waren.“ Zum Einsatz kamen ein Ankerbohrgerät KLEMM KR 701 mit Lafette, Bohrantrieb, Schlagwerk und elektrischem Powerpack. „Dabei unterstützten uns unsere Kolleginnen und Kollegen der BAUER Spezialtiefbau GmbH, die uns das Gerät zur Verfügung stellten. Es war ideal für die niedrigen Raumhöhen geeignet.“ Die Hauptarbeiten hatten im März begonnen und wurden Anfang Juni 2025 fertiggestellt. Restleistungen wurden im Oktober 2025 erbracht.
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