Reichenturm,
Bautzen, 1993
Auftragsvolumen:
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120 TEUR brutto |
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Auftraggeber:
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Stadt Bautzen |

Versetzen von Gesimsstücken |
Eckdaten:
200 |
Stück |
Natursteinvierungen |
´98 |
Stück |
Neuteile |
1,3 |
to |
Mauerwerksinjektion |
4.20 |
m |
Vernadelungen |
Der 56 Meter hohe Turm, zwischen 1490 und 92 erbaut,
war Teil der einstigen Stadtbefestigung und befand sich
in einem Zustand, der eine Generalinstandsetzung notwendig
machte. Bis zum Jahre 1709 war er viermal niedergebrannt,
wurde aber wegen seiner Bedeutung als Stadtzugang jedes
Mal wieder aufgebaut.
1715 bis 1718 erhielt er eine barocke Haube, die mit
ihrem hohen Gewicht den Turm ins Wanken brachte. Inzwischen
neigte er sich um 144 cm nach Nordwesten aus dem Lot.
Die Neigung wurde bereits durch Ringanker und Fundamentinjektion
gestoppt. Der zweite Weltkrieg fügte dem Turm weitere
Schäden zu, und der Zahn der Zeit nagte an den
Verzierungen der Gesimse und Kapitelle.
Im Zuge der Restaurierung wurden am Reichenturm ca.
100 Teile mit einem Gesamtgewicht von ca. 7 Tonnen ausgewechselt.
Bei den Erneuerungsarbeiten wurde festgestellt, dass
fast alle Fugen neu geschlossen, aber dahinter hohl
sind. Vier Kernbohrungen gaben Aufschluss über
den Zustand des Hintermauerwerkes. Schließlich
wurde eine Injektion und teilweise Vernadelung der vier
Säulen von der Aussichtsplattform bis zum unteren
Hauptgesims durchgeführt.
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