Stadtmauer,
Nordhausen, 1991– 2004, (div. Einzelaufträge)
Auftragsvolumen:
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2.390 TEUR brutto |
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Auftraggeber:
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Stadt Nordhausen |
Ansprechpartner:
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Herr Schönsteiner;
Tel.: +49 (0) 36 31 / 69 62 05 |

die fertige Mauer am Rosenturm... hier der Blick
auf die Pfaffengasse... |
Eckdaten:
4.900 |
m2 |
Mauerwerkinstandsetzung |
3.700 |
m2 |
Fugensanierung |
650 |
m3 |
Abbruch Mauerwerk |
260 |
m3 |
Handabbruch Mauerwerk |
450 |
m3 |
Betonarbeiten |
1.950 |
m |
Nadelanker |
600 |
m |
Bodennägel |
120 |
m3 |
Spritzbeton |
Der Ursprung
Etwa um 1220 entstand der erste Teil der historischen
Stadtmauer von Nordhausen. In den folgenden Jahrhunderten
schützte sie die Stadt, die sich in schier endlosen
Fehden mit den Grafen von Hohnstein, Schwarzburg und
Stolberg befand.
Bis 1500 wuchs die gesamte Befestigung auf zwei, teilweise
sogar drei Ringe. In Abständen entstanden quadratische
und halbrunde Türme. Die Innenmauern erhielten
hölzerne Aufbauten und waren mit Wehrgängen
versehen für lange Reihen von Schießscharten.
gewachsene Ansprüche
Mit der Zeit jedoch konnte doch auch dieses Bauwerk
den gewachsenen Ansprüchen an eine Bewehrung nicht
mehr standhalten. Der Ausbau wurde nach und nach niedergelegt.
im 18. und 19. Jahrhundert trug man einen großen
Teil der Türme ab und anstelle der Tore wurde Torhäuser
errichtet. Das letzte von Ihnen wurde 1892 mit dem Grimmeltor
abgerissen.
1000 Jahre Nordhausen und die Zerstörung
In Vorbereitung der 1000- Jahr- Feier 1927 begannen
die ersten umfangreichen Restaurierungen und Instandsetzungen.
Mit der Bombardierung Nordhausens, insbesondere am 3.
und 4. April 1945, die die Stadt nahezu völlig
vernichtete, wurden jedoch auch große Teile der
Altstadt zerstört.
In den folgenden vier Jahrzehnten erfolgte der Wiederaufbau
Nordhausens. Die Altstadt und mit ihr die historische
Stadtmauer verkam jedoch bis zur furchtbaren Unkenntlichkeit.
Neuanfang...
Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts
konnte man sich mit bereitgestellten Mitteln der schrittweisen
Restaurierung und weitestgehend originalgetreuen Rekonstruktion
widmen.
In einem Wettbewerb, bei dem ein Teilbereich des Bauwerkes
restauriert werden sollte, gewann die SPESA und erhielt
den Zuschlag für die Sanierung und Rekonstruktion
der Stadtmauer, Nordhausen.
Die Arbeiten
Im ersten Bauabschnitt wurde die teilweise völlig
überwucherte Stadmauer von Bewuchs befreit, die
Fugenbereiche beräumt, das Mauerwerk vorsichtig
abgetragen, ergänzt und gesichert. Die Mauer- und
Turmkronen erhielten eine Wassersperrschicht und wurden
in ihrer ursprünglich vorhandenen Form wieder aufgebaut.
Die statische Sicherung der Mauer erfolgte durch den
Einbau von Nadelankern und Injektionsarbeiten.
Landesgartenschau Nordhausen 2004
Mit der Jahrtausendwende begann die Stadt, sich auf
die Landesgartenschau 2004 vorzubereiten und die Sanierung
der Stadtmauer wurde vorangetrieben. Die Planung sah
nun neben der Sanierung des Erhaltenen auch die Rekonstruktion
der ursprünglichen Mauern und die Errichtung eines
"historischen Stadtrundganges" vor.
So begann man mit dem Abtrag einsturzgefährdeter
Bereiche, der Unterfangung der Hauptmauer, der Hangsicherung
mit Spritzbeton und Zugpfählen sowie der Errichtung
von Schwergewichtsmauern aus Beton. Der Beton selbst
wurde mit Natursteinen verblendet, die Wege teilweise
gepflastert und Treppen in die Gesamtanlage integriert.
Die rechtzeitige Fertigstellung vor Beginn der Landesgartenschau
und die Eröffnung waren ein voller Erfolg für
die Stadt Nordhausen und unser Unternehmen. Wobei wir,
als ortsansässige Firma, nicht nur aufgrund dieses
Bauvorhabens auf eine lange, gemeinsame Geschichte zurückblicken
können.
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