Laborgebäude
Schering AG, Berlin, 1994
Auftragsvolumen:
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1.200 TEUR brutto |
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Auftraggeber:
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Schering AG, Berlin |
Planung: |
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CarboTech - Berg- und Tunnelbausysteme
GmbH, Essen |

...der Wasserspiegel lag vor Beginn der Arbeiten
bei 1,20m... |
Eckdaten:
38 |
to |
PU- Harz- Injektion |
600 |
m |
Injektionsbohrungen |
Das Problem
Bei der Erstellung der 8,5 Meter tiefen Baugrube für
ein mehrstöckiges Laborgebäude musste die
Baugrubenumschließung aufgrund der unterschiedlichen
Bebauung im angrenzenden Umfeld aus verschiedenen Verbauen
kombiniert werden.
So bestehen zwei Seiten der Umschließung aus
Spundwänden. Die dritte Seite wurde durch Hochdruckinjektionen
unter einem vorhandenen Gebäude erstellt. Die vierte
Seite der Baugrubenumschließung bildet die Stahlbetonwand
eines Tanklagers.
Die Baugrubensohle wurde aus Unterwasser-Beton hergestellt
und mittels Injektionsankerung gegen Auftrieb gesichert.
Diese Mischbauweise war die Ursache einer Vielzahl von
Undichtigkeiten an den Übergangsstellen der einzelnen
Baukonstruktionen.
Das Abpumpen der Baugrube erwies sich als äußerst
schwierig, weil kontinuierlich Wasserströme durch
Undichtigkeiten im Kontaktbereich zwischen der Baugrubenumschließung
und der Baugrubensohle eintraten. Eine Trockenlegung
der Baugrube mittels offener Wasserhaltung war nicht
möglich, da aufgrund einer Verfügung der Berliner
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz
die Wassermenge zur Einleitung in den Vorfluter begrenzt
war.
Die Aufgabe
Die Wassereinbrüche mussten wirkungsvoll und dauerhaft
abgedichtet werden. Hierzu wurde gemeinsam mit der CarboTech
- Berg- und Tunnelbausysteme GmbH ein neuartiges Verfahren
getestet.
Vor Beginn der Abdichtungsarbeiten lag der Wasserspiegel
in der Baugrube ca. 1,2 Meter oberhalb der Baugrubensohle;
und das trotz kontinuierlicher Wasserhaltung von etwa
120 m3/h.
Demgegenüber musste die Abdichtung der Baugrube
gegen einen Grundwasserstand von ca. 3,5 Metern erfolgen.
Das hieraus resultierende hohe Druckgefälle während
des Absenkversuchs zwischen dem Innen- und dem Außenbereich
der Baugrube hatte erhebliche Sand- und Schlammausspülungen
zur Folge, die in Verbindung mit dem hohen Wasserspiegel
in der Baugrube weiteren Arbeiten innerhalb der Baugrube
verhinderten.
Durchführung
Als Bohr- und Verpressausrüstung kamen aus Sicherheitsgründen
ausschließlich Geräte mit pneumatischem Antrieb
zum Einsatz.
Die Bohrlochansatzpunkte wurden in etwa einem Meter
Abstand von den Wasseraustrittstellen im gesunden Sohlbeton
gewählt.
Nach dem Einbringen der Blähpacker erfolgte die
Injektion unter Einsatz zweier Zweikomponenten- Pumpen.
Um eine Umläufigkeit des Injektionsharzes über
andere Bohrungen auszuschließen, wurde jeweils
immer nur ein Bohrloch erstellt, mit einem Packer bestückt
und injiziert.
Die Fehlstellen im Unterwasser-Beton verteilten sich
über die gesamte Baugrube. Um die Injektionsarbeiten
effektiv durchführen zu können, wurde die
Injektionsausrüstung daher auf einem Boot eingerichtet.
Ergebnis
Durch den Einsatz des neuen Verfahrens konnten die
Wassereintritte auf 2 m3/h reduziert werden. In Abstimmung
mit dem Auftraggeber wurde dann auf weitere Abdichtungsmaßnahmen
verzichtet.
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