Dom St.
Peter und Paul, Brandenburg, 1999
Auftragsvolumen:
|
|
111 TEUR brutto |
 |
Auftraggeber:
|
|
Domstift Brandenburg |
Ansprechpartner:
|
|
Herr Hafa; Tel.: +49 (0) 33 81 /
22 43 90 |
Bauüberwacher:
|
|
PMP Architekten, Hamburg |
Ansprechpartner:
|
|
Herr Müller; Tel.: +49 (0) 40
/ 35 10 66 10 |

die südwestlichen Zinnen |
Eckdaten:
1.500
|
m |
Fugensanierung |
320 |
Stück |
Ziegelergänzungen mit Steinersatz |
120 |
Stück |
Putzergänzungen |
60
|
m |
Risssanierung |
| |
|
|
deutsche Geschichte
Die hochromanische dreischiffige Basilika aus Backstein
ist mit einem Westwerk und Querhaus ausgestattet. Im
Bereich des nördlichen Westwerkes befindet sich
der Chorflankenturm. Im 13. Jahrhundert erfolgte ein
gotischer Umbau, bei dem Mittel - und Seitenschiffe
erhöht und hohe Fenster mit Terrakottamaßwerken
eingebaut wurden. Ebenfalls in diese Zeit fällt
der Chor mit seinem sehr großen Maßwerkfenstern.
1834-36 wirkte Carl Friedrich Schinkel als Konservator
am Dom mit. Durch ihn wurden stark verwitterte Steinbereiche
abgetragen und durch neue Steine ersetzt. Die sichtbaren
Grenzen zwischen Neu und Alt wurden mit hartem, eingefärbtem
Mörtel verputzt.
Das romanische und gotische Mauerwerk war an belasteten
Flächen stark ausgeplatzt und es drohten sogar
ganze Ziegelteile herabzufallen. Die Krustenbildung
war in erhöhten Maße erkennbar. Leider hat
dies auch eine erhöhte Salzbelastung zur Folge.
Schalen, die unter restauratorischer Vorgehensweise
erhalten werden konnten, wurden mit Epoxidharz verklebt.
Sofern das Eindringen von Wasser möglich war, wurde
zusätzlich mit Hinterfüllmaterial (Injektionsharz)
gearbeitet um den Ablauf von Wasser zu gewährleisten.
Für Schadensbereiche mit hohem Materialverlust,
und nur dort wo es eine Anwendung durch statische Gegebenheiten
erlaubte, wurden Steinersatzmassen eingesetzt.
Aufgrund des historischen Wertes des Schinkelputzes
galt eine erhöhte Aufmerksamkeit dem Erhalt dieser
Flächen. Mehrmals wurden schadhafte Bereiche in
Abständen von einem oder mehreren Tagen mit Kieselsäureesther
gefestigt und hohle Stellen hinterfüllt.
Die Sandsteinabdeckungen des Turmes waren in einem
desolaten Zustand und drohten herabzustürzen. Der
teilweise Ausbau bzw. eine neue Verankerung der Teile
war dringend erforderlich. Die vorgefundenen Eisenklammern
mußten aufgrund ihrer starken Korrosion komplett
entfernt werden.
Nach Durchführung der Arbeiten wurden diese Bereiche
restauratorisch mit Steinersatzmasse und Sandsteinvierungen
ergänzt. Anschließend wurde eine farbliche
Retusche der Maßnahmen durchgeführt, um einen
ästhetischen Gesamteindruck herzustellen.
|